Skip to main content

Bridgekamera – Für leichtes Gepäck und bei gutem Tageslicht

Was ist eine Bridgekamera?

Bridgekameras schlagen gemäß ihrer Bezeichnung eine Brücke zwischen einfachen Kompaktmodellen des unteren Preissegments zu hochwertigen Systemkameras mit Wechselobjektiven. Hauptmerkmal einer Bridgekamera ist ein wuchtigeres Gehäuse mit ausgeprägtem Handgriff, der vom Design stark an die Modelle aus dem DSLR-Bereich erinnert. Für Einsteiger sind diese Modelle nach optischen Maßstäben zunächst schwer von anderen Klassen zu trennen.

In der Regel verfügen diese Kameras über ein fest verbautes Superzoom -Objektiv, das nahezu alle relevanten Brennweitenbereiche abdeckt. Dieses schließt einen Weitwinkelbereich von ungefähr 24 mm für Landschaftsaufnahmen oder größere Plätze in Städten ein. Am oberen Ende gewähren teils enorme Werte von bis zu 2000 mm extreme Zoomeigenschaften. Dadurch lassen sich selbst kleine Vögel auf Bäumen in angemessener Größe ablichten. Wer keine gehobenen Ansprüche an Bildqualität und Freistellungspotenzial stellt, findet in dieser Klasse ein sehr flexibles und alltagstaugliches Modell.

Bridgekamera – Für leichtes Gepäck und bei gutem Tageslicht ein interessanter Allrounder

Aufgrund des meist sehr kleinen 1/2,3″-Sensors fällt auch die Optik trotz der hohen, optischen Zoomreichweite sehr handlich und vor allem leicht aus. Dadurch eignet sich diese Klasse für Personen auf Reisen, die ein möglichst geringes Gewicht bevorzugen und dennoch in nahezu allen Fotografiedisziplinen Bilder anfertigen möchten. Aber es existieren auch Nachteile, die der extrem weitreichenden Optik und dem kleinen Sensor geschuldet sind.

Zunächst das Arbeiten in schlechteren Lichtbedingungen in Innenräumen oder bei der Dämmerung, freihändig sehr schwer. In der Regel kann der kleine Sensor fehlendes Licht durch digitale Signalverstärkung nur schlecht kompensieren und erzeugt bereits in sehr niedrigen ISO-Stufen ab 200 zunehmend sichtbares Bildrauschen. Dies limitiert auch die Möglichkeit, sehr schnelle Belichtungszeiten für sich schnell bewegende Ziele wie fliegende Vögel oder rennende Tiere ohne nennenswerte Verluste in der Bildqualität zu realisieren. Die Optik selbst ist in vielen Fällen nicht besonders lichtstark und wegen des hohen Crop-Faktors gegenüber Systemkameras oder Spiegelreflexmodellen völlig ungeeignet für die Isolation von einzelnen Motiven durch freigestellte Hintergründe.

Bereits wolkiges Wetter oder ein trister Herbsttag kann vor allem die Nutzung des langen Telebereiches daher sichtbar erschweren. Zusätzlich leidet die Abbildungsleistung hinsichtlich der Gesamtschärfe und des Schärfeabfalls zu Bildrändern durch die häufig beworbenen, extremen Zooms. Somit bleibt die Bridgeklasse auf Schönwetter oder exzellente Lichtverhältnisse in geschlossenen Räumen angewiesen. Sie handelt in vielerlei Hinsicht ein Kompromiss auf Kosten der Bildqualität zugunsten einer einfachen, unkomplizierten Handhabung aus.

Luxus-Varianten mit größerem 1-Zoll-Sensor besitzen in der Regel eine besser abgestimmte Optik und können selbst bei wolkigem Wetter ohne Verwendung eines Stativs rauschfreie, hochwertige Bilder produzieren. Mit nativen Systemkameras können diese Modelle jedoch immer noch nicht gleichziehen. Zusätzlich siedeln diese sich in einer deutlich höheren Preisklasse als die 1/2,3″-Vertreter und wirken deutlich größer und schwerer als ihre kleinere Verwandtschaft.


Ähnliche Beiträge


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

nach oben